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	<title>Menschenrechte &amp; Demokratie | Ewa Ernst-Dziedzic</title>
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	<description>Politologin und Philosophin</description>
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	<title>Menschenrechte &amp; Demokratie | Ewa Ernst-Dziedzic</title>
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		<title>MENSCHENRECHTE IN IRAN UND AFGHANISTAN</title>
		<link>https://ewaernst.at/menschenrechte-in-iran-und-afghanistan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Schöflinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Oct 2024 16:47:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte & Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Elise Richter Saal, benannt nach der ersten Frau, die in Österreich habilitierte und damit eine Uni-Professur belegte, gedachten wir den 2. Todestag der iranischen Freiheitskämpferin Jina Mahsa Amini. Die Situation für Frauen und Minderheiten, aber auch Oppositionelle im Iran und in Afghanistan ist desaströs. Es ist meine letzte Veranstaltung im Österreichischen Parlament und das [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Im Elise Richter Saal, benannt nach der ersten Frau, die in Österreich habilitierte und damit eine Uni-Professur belegte, gedachten wir den 2. Todestag der iranischen Freiheitskämpferin Jina Mahsa Amini. Die Situation für Frauen und Minderheiten, aber auch Oppositionelle im Iran und in Afghanistan ist desaströs. Es ist meine letzte Veranstaltung im Österreichischen Parlament und das Thema könnte nicht passender zu meiner Arbeit der letzten fünf Jahre als Nationalratsabgeordnete sein: Grund- und Menschenrechte global, Demokratie &amp; Gleichheit für alle. Die Bewegung #womanlifefreedom steht wie kaum eine andere für den Kampf um Freiheit. Die Lage für alle, die sich nicht dem reaktionären Patriarchat im Iran und Afghanistan unterwerfen wollen, ist lebensbedrohlich und hat sich in den letzten zwei bis drei Jahren massiv zugespitzt. Während im Iran die Todesstrafe und Folter in Gefängnissen an der Tagesordnung sind, herrscht in Afghanistan seit der Machtübernahme der Taliban eine gewalttätige Genderapartheid, die ihres gleichen sucht. Seit August 2021 haben Frauen und Mädchen kein öffentliches Leben mehr, keine Bildung, keine Berufserlaubnis. Sie sind rechtelos. Danke an alle, die es möglich gemacht haben, dass wir diese Veranstaltung abhalten konnten. Fakt ist: Menschenrechte sind nicht nur universell, Menschenrechtsverletzungen haben massive globale Auswirkungen. Es braucht nicht nur internationale Solidarität, sondern die Internationale Staatengemeinschaft darf sich nicht länger an Terrorregime anbiedern. Wir müssen Gewalt und Unterdrückung mit Sanktionen und Gerichten begegnen. Wir müssen die iranische Revolutionsgarde endlich auf die Terrorliste setzen und dürfen nicht durch Verhandlungen mit den Taliban diese erst recht legitimieren.</p>
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		<title>GASP KONFERENZ IN BUDAPEST</title>
		<link>https://ewaernst.at/gasp-konferenz-in-budapest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Schöflinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Oct 2024 15:48:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte & Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Europapolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Die 25. INTERPARLAMENTARISCHE KONFERENZ für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GASP)&#160; fand im Rahmen der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft statt. An der Veranstaltung nahmen sowohl Mitglieder nationaler Parlamente der EU-Mitgliedstaaten als auch Mitglieder des Europäischen Parlaments teil. Aber auch Mitglieder nationaler Parlamente der Kandidatenländern der Europäischen Union sowie anderer europäischer Mitgliedsstaaten [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 25. INTERPARLAMENTARISCHE KONFERENZ für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GASP)&nbsp; fand im Rahmen der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft statt. An der Veranstaltung nahmen sowohl Mitglieder nationaler Parlamente der EU-Mitgliedstaaten als auch Mitglieder des Europäischen Parlaments teil. Aber auch Mitglieder nationaler Parlamente der Kandidatenländern der Europäischen Union sowie anderer europäischer Mitgliedsstaaten der NATO waren vertreten. In diesem Setting haben wir intensiv darüber diskutiert, vor welchen außergewöhnlichen Herausforderungen Europa steht. Das umfasst ebenso die Auswirkungen des Angriffskrieges von Russlands gegen die Ukraine als auch andere geopolitische Herausforderungen. Die sich verschlechternde Situation der EU im globalen Wettbewerbs-Kontext, die allgemein fragile Sicherheitslage, die Migration, der Klimawandel und die demografische Veränderungen sowie die entsprechenden Trends bedürfen dabei unserer aufmerksamen Wachsamkeit.</p>
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		<title>DEMOKRATIE STÄRKEN</title>
		<link>https://ewaernst.at/demokratie-staerken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Schöflinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Oct 2024 15:43:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte & Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[Demokratie ist nicht nur ein Recht, sondern eine gemeinsame Pflicht und die einzige Garantie für Freiheit. Rund um den Internationalen Tag der Demokratie haben wir im Rahmen eines Symposium im Österreichischen Parlament die Ergebnisse präsentiert, die unser „Netzwerk Demokratie“ &#8211; ein Zusammenschluss diverser Akteur:innen in Österreich &#8211; erarbeitet hat. Demokratien werden global gesehen zurückgedrängt. Die [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Demokratie ist nicht nur ein Recht, sondern eine gemeinsame Pflicht und die einzige Garantie für Freiheit. Rund um den Internationalen Tag der Demokratie haben wir im Rahmen eines Symposium im Österreichischen Parlament die Ergebnisse präsentiert, die unser „Netzwerk Demokratie“ &#8211; ein Zusammenschluss diverser Akteur:innen in Österreich &#8211; erarbeitet hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demokratien werden global gesehen zurückgedrängt. Die Schritte zur Entdemokratisierung und Richtung Autokratie laufen stets nach demselben Muster ab: Die Medienlandschaft wird geschwächt, am Rechtsstaat wird gerüttelt, Grund,- und Menschenrechte Stück für Stück abgeschafft. Beim Netzwerk „Chance Demokratie“ befassten wir uns ganz gezielt damit, welche Instrumente es braucht, um den Parlamentarismus zu stärken, das Vertrauen in die Politik wiederherzustellen, die Medienvielfalt zu fördern, die Zivilgesellschaft einzubinden oder NGOs am Prozess der politischen Entscheidungsfindung teilhaben zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es liegt an uns allen, die Bedrohungen wie Populismus, Manipulation, Repression oder Angriffe auf die Justiz zu benennen und Überzeugungsarbeit für Demokratie allgemein zu leisten. Danke an alle, die hier seit Monaten engagiert daran mitarbeiten und an einem Manifest für Demokratie basteln. Demokratie ist zu wertvoll, als dass wir sie den Feinden der Freiheit überlassen.</p>
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		<title>GRAUSAME BESCHAFFUNGSPRAXIS</title>
		<link>https://ewaernst.at/grausame-beschaffungspraxis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Schöflinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2024 10:13:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte & Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechtsverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[Organraub]]></category>
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					<description><![CDATA[Organraub oder die erzwungene Organentnahme ist eine besonders grausame Menschenrechtsverletzung, die insbesondere in der Volksrepublik China System hat. China streitet diesbezügliche Vorwürfe vehement ab, jedoch gibt es erschreckende Berichte, die Einblick in die brutale Praxis gewähren. Bisher gab es keine Bemühungen, um eine unabhängige Aufklärung oder Strafverfolgung zu forcieren. Kranke können auf eine Organspende, etwa [&#8230;]]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1080" height="730" src="https://ewaernst.at/wp-content/uploads/2024/09/signal-2024-09-24-164212_002-1-1080x730.jpeg" alt="" class="wp-image-1960"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Organraub oder die erzwungene Organentnahme ist eine besonders grausame Menschenrechtsverletzung, die insbesondere in der Volksrepublik China System hat. China streitet diesbezügliche Vorwürfe vehement ab, jedoch gibt es erschreckende Berichte, die Einblick in die brutale Praxis gewähren. Bisher gab es keine Bemühungen, um eine unabhängige Aufklärung oder Strafverfolgung zu forcieren. Kranke können auf eine Organspende, etwa ein Herz, eine Niere, eine Lunge oder eine Hornhaut angewiesen sein &#8211; das Problem kann uns somit alle betreffen. Organempfänger:innen ist das Leid der Betroffenen oftmals nicht bewusst. Häufig richtet sich die erzwungene Organentnahme gegen politisch unliebsame Personen wie Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten etwa der Fallun Gong, Uigur:innen oder Tibeter:innen. Oftmals wird für eine Organspende gar gezielt getötet. Hinzu kommt: dem verbrecherischen System liegt eine eindeutige Gewinnerzielungsabsicht zugrunde. Das heißt, aus dem Leid wird auch noch Kapital geschlagen. Ich habe mich lange im Österreichischen Parlament dafür eingesetzt, dass das Thema Beachtung findet. Der Nationalrat hat in der letzten Gesetzgebungsperiode so bereits zwei Mal Entschließungen dazu angenommen. Jetzt muss das Übereinkommen des Europarats gegen den Handel mit menschlichen Organen umgehend in Österreich ratifiziert werden. Ich danke dem Verein Falun Dafa und Julia Wikström für Ihre Unterstützung und ihren unermüdlichen Einsatz, damit dieses Unrecht ein Ende hat!</p>
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		<title>FRIEDENSFACHKRÄFTE AUS KOLUMBIEN ZU BESUCH</title>
		<link>https://ewaernst.at/friedensfachkraefte-aus-kolumbien-zu-besuch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Schöflinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2024 10:54:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte & Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Delegation]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ziviler Friedensdienst]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Zivile Friedensdienst war mir die letzten Jahre ein echte Herzensanliegen und so verfolge ich &#8211; trotz allen Rückschlägen und vorherrschender Kriegslogik &#8211; die Umsetzung dieses Projekts unbeeindruckt weiter. Aus diesem Grund tauschte ich mich kürzlich mit Mitgliedern der Friedensgemeinschaft San José de Apartadó aus dem Nordwesten Kolumbiens mit Yudis Alba Arteaga und José Roviro [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Zivile Friedensdienst war mir die letzten Jahre ein echte Herzensanliegen und so verfolge ich &#8211; trotz allen Rückschlägen und vorherrschender Kriegslogik &#8211; die Umsetzung dieses Projekts unbeeindruckt weiter. Aus diesem Grund tauschte ich mich kürzlich mit Mitgliedern der Friedensgemeinschaft San José de Apartadó aus dem Nordwesten Kolumbiens mit Yudis Alba Arteaga und José Roviro López Rivera aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Friedensgemeinschaft engagiert sich mit gewaltfreien Mitteln gegen Krieg, Gewalt und Vertreibung. Gleichzeitig setzt sie sich für ein friedliches Miteinander im Einklang mit der Natur ein. San José de Apartadó liegt in einer Region, die wegen ihres natürlichen Reichtums und ihrer wichtigen strategischen Lage seit Jahrzehnten umkämpft ist. Der Österreichische Versöhnungsbund und die Österreichische Organisation für Entwicklungszusammenarbeit Horizont 3000 unterstützen die Gemeinde seit 2006, vor allem durch Schutzbegleitungen. Neben den Bedürfnissen der Bewohner:innen haben wir uns über die aktuelle Sicherheitslage, die Rechte von Kleinbäuer:innen, den Bergbau sowie über Straflosigkeit bei Verbrechen ausgetauscht. Für mich ist klar: Wir setzen uns dafür ein, dass derartige friedensfördernde Projekte unterstützt und der Zivile Friedensdienst mit der Entsendung von Friedensfachkräften ins Ausland als eigenständiges Instrument der österreichischen Außenpolitik ausgebaut werden. Denn: wenn wir in Frieden leben wollen, müssen wir in den Frieden investieren. Danke für den Besuch!</p>
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		<title>FAKE ELECTIONS</title>
		<link>https://ewaernst.at/fake-elections/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Schöflinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2024 13:39:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte & Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Patenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlfarce]]></category>
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					<description><![CDATA[FAKE ELECTIONS Russland inszenierte vor kurzem „Wahlen“ und obwohl vor allem in Moskau einige den Mut aufbrachten, gegen die diktatorische Herrschaft von Putin zu stimmen, nutzt er diese Wahlfarce, um seine Fiktion aufrechtzuerhalten. Denn Fakt ist: die Menschen durften zwar zu den Urnen gehen, aber die Beseitigung jeder Opposition in den letzten Jahren, die Repression [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">FAKE ELECTIONS</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland inszenierte vor kurzem „Wahlen“ und obwohl vor allem in Moskau einige den Mut aufbrachten, gegen die diktatorische Herrschaft von Putin zu stimmen, nutzt er diese Wahlfarce, um seine Fiktion aufrechtzuerhalten. Denn Fakt ist: die Menschen durften zwar zu den Urnen gehen, aber die Beseitigung jeder Opposition in den letzten Jahren, die Repression gegenüber Andersdenkenden, die totale Kontrolle des Medienraums durch die amtierenden Behörden, die konsequente Verletzung der Menschenrechte sowie der Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit lassen Zweifel daran, ob diese Wahlen so genannt und anerkannt werden sollten. Dass keine Wahlbeobachter:innen der OSZE zugelassen wurden, bricht zudem die Vereinbarung, die Russland hierzu einging.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. März, ein Tag nach der Verkündung des Wahlergebnisses, jährt sich zudem die illegale Annexion von der Krim und der Stadt Sevastopol zum 10. Mal. Das sind die Wurzeln des Angriffskrieges gegen die gesamte Ukraine vor zwei Jahren. Die Tatsache bleibt bestehen: Die Krim ist die Ukraine, genauso wie Donezk, Cherson, Luhansk und Saporischschja. Dass Putin dort „Wahlen“ abhalten ließ, ist reine Demütigung der Ukraine, ja von uns allen. Damit zeigt er auf, wie er das Völkerrecht vor aller Augen mutwillig mit Füßen tritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich dieser „Wahl“ und in Anlehnung an die Patenschaften, die wir für politische Gefangene im Iran oder Belarus übernahmen, erweitern wir die Aktion jetzt fraktionsübergreifend auf Russland. Es ist enorm wichtig, die Willkür des Regimes gegenüber Oppositionellen sichtbar zu machen. Ich übernehme die Patenschaften für Zarema Musayeva und Igor Baryschniko. Ich denke, es ist unsere Pflicht, diese Menschen zu unterstützen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zarema Musayeva, die 55-jährige, schwerkranke Mutter des tschetschenischen Menschrechtsaktivisten Abubakar Yangulbayev, ist in Nischni Nowgorod zu fünf Jahren Haft in einer Gefängniskolonie verurteilt. Morddrohungen gegen die ganze Familie sind an der Tagesordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Igor Baryschniko wurde wegen angeblicher, öffentlicher Verbreitung von falschen Informationen über den Einsatz der russischen Streitkräfte zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Er erstellte Online-Beiträge über den Beschuss von Mariupol und das Massaker von Butscha.</p>
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		<item>
		<title>DÜRFEN DIE UKRAINE NICHT IN DIE BLUTIGEN HÄNDE VON DIKTATOR PUTIN AUSLIEFERN</title>
		<link>https://ewaernst.at/durfen-die-ukraine-nicht-in-die-blutigen-hande-von-diktator-putin-ausliefern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Schöflinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Feb 2024 11:05:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte & Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Angriffskrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Friedenspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrestag]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum zweiten Jahrestag des russischen Angriffskrieges müssen wir uns entschieden gegen die Völkerrechtsverstöße und Kriegsverbrechen wehren und uns mit den Ukrainerinnen und Ukrainern solidarisieren. Putins Großmachtfantasien haben uns in einen neuen Kalten Krieg mit allen möglichen Folgen katapultiert. Gerade jetzt, wo sich das Blatt gegen die Ukraine wenden könnte, ist eine standhafte Solidarität des Westens [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Zum zweiten Jahrestag des russischen Angriffskrieges müssen wir uns entschieden gegen die Völkerrechtsverstöße und Kriegsverbrechen wehren und uns mit den Ukrainerinnen und Ukrainern solidarisieren. Putins Großmachtfantasien haben uns in einen neuen Kalten Krieg mit allen möglichen Folgen katapultiert. Gerade jetzt, wo sich das Blatt gegen die Ukraine wenden könnte, ist eine standhafte Solidarität des Westens mit der Ukraine, die sich gegen einen völkerrechtswidrigen Angriff des revisionistischen russischen Präsidenten Putin wehren muss, unverzichtbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diktator Putin hat Lust auf mehr: Sein Gefolgsmann und früherer Präsident Dimitri Medwedew nannte zuletzt Kiew als Kriegsziel. Wenn Russland seine Kriegsziele erreicht, sind der ukrainische Staat und die ukrainische Identität Geschichte. Auch die Freiheit im restlichen Europa wäre nur noch eine leere Worthülse. Der Beistand mit der Ukraine ist nicht nur ein moralisches Gebot, sondern eine sicherheitspolitische Verpflichtung! Wir alle wissen was passiert, wenn sich Putin durchsetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Dieser Krieg hat nicht erst vor zwei Jahren begonnen. Der eigentliche Startpunkt war die völkerrechtswidrige Krim-Annexion durch Russland 2014.  Wohin die naive Appeasement Politik gegenüber Putin nach der Krim-Annexion geführt hat, müssen wir uns gerade in Österreich, wo man Putin bis zuletzt den roten Teppich ausgebreitet hat, schmerzlich eingestehen. Dass wir naiv waren, ist ein grobes Understatement. Jetzt müssen wir alles daransetzen Putins Großmachtfantasien nicht noch ein zweites Mal zu unterschätzen. Vor allem aber gilt: Kein zweites Mal dürfen wirtschaftliche Interessen über Menschenleben stellen. Ich fordere einen breit getragenen politischen Willen und gesamtgesellschaftlichen Konsens für den vollkommenen Ausstieg Österreichs aus russischen Gasimporten. Nicht nur, dass Putin uns den Gashahn jederzeit abdrehen kann, derzeit finanzieren wir den russischen Angriffskrieg sogar mit &#8211; einschließlich der Kriegsverbrechen. Wir müssen weg von fossilen Abhängigkeiten von Despoten, hin zu Erneuerbaren und einer größeren Risikostreuung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefährlich ist, dass sich viele in Europa von russischen Desinformationskampagnen manipulieren lassen. Die russische Staatspropaganda steckt enorme Summen in Trollfabriken und hat so etwas wie eine Fake Reality auf TikTok und anderen Kanälen wie Telegram geschaffen. Hinzu kommt die gezielte Beeinflussung der Wahlen zum Europäischen Parlament. Der Kreml hat sich sogar in Europas Politik eingekauft. Die Putin-treue FPÖ hat zwei Jahre nach der völkerrechtswidrigen Krim-Annexion euphorisch den Abschluss eines Kooperationsvertrages mit der Putin-Partei ‚Einiges Russland‘ verkündet. Auf Distanz zu Putin gingen sie nie. Das ist ein Sicherheitsrisiko für Österreich und für Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut UNO brauchen in der Ukraine über 14,6 Millionen Menschen &#8211; rund 40 Prozent der Bevölkerung &#8211; humanitäre Hilfe. Auch als neutrales Österreich müssen wir uns solidarisch zeigen. Im Bereich der humanitären und medizinischen Hilfe sowie bei der zivilen Entminung muss Österreich seine Anstrengungen vervielfachen. Es gilt, russische Vermögenswerte in Österreich konsequent einzufrieren und die EU-Sanktionen, die erst zuletzt wieder ausgeweitet wurden, mit Blick auf die Finanzierung eines Wiederaufbaus in der Ukraine  mitzutragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ukrainische Präsident Selenskyj hat einen Zehn-Punkte-Plan für Frieden vorgelegt. Wir müssen einen oktroyierten, faulen Friedenskompromiss verhindern, der in einen eingefrorenen Konflikt mündet. Damit hätte Russland weiter einen Fuß in der Tür und das würde nur noch andere Diktatoren motivieren, das Völkerrecht, die internationale Ordnung und die Würde der Menschen mit Füßen zu treten. Ein gerechter Frieden für die ukrainische Bevölkerung, die nicht bloß um ihr Territorium Meter für Meter kämpft, sondern auch um ein demokratisches Europa, das ist das Ziel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem gibt es Hoffnung: Ab Tag eins ist stand Europa zusammen. Putin wollte Europa mit seinem Angriffskrieg spalten und die Ukraine in seine Einflusssphäre bringen. Das ist misslungen. Die Ukraine ist heute EU-Beitritts-Kandidatin und hat eine Perspektive in der europäischen Familie. Gemeinsam mit der Ukraine und im Verbund mit der EU und ihren Partnern müssen wir uns alle für eine friedliche, demokratische Welt einsetzen. Jede und jeder kann einen Beitrag dazu leisten. Denn Frieden ist keine Selbstverständlichkeit &#8211; das haben wir auch in Europa erst wieder lernen müssen.</p>
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		<title>TÜRKEI UNRÜHMLICHER PARTNER</title>
		<link>https://ewaernst.at/turkei-unruhmlicher-partner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Schöflinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2023 10:07:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte & Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Türkei verübt Verbrechen an der Bevölkerung der Autonome Administration von Nord- und Ostsyrien Rojava. Seit Tagen bombardiert Präsident Erdoğan, ein enger Partner Europas, die Region in Nordostsyrien, samt zivilen Toten. In den letzten Tagen wurde in Rojava quasi die gesamte Infrastruktur zerstört. Die Auswirkungen für die Menschen sind katastrophal. Es sind die schlimmsten Angriffe [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Türkei verübt Verbrechen an der Bevölkerung der Autonome Administration von Nord- und Ostsyrien Rojava.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Tagen bombardiert Präsident Erdoğan, ein enger Partner Europas, die Region in Nordostsyrien, samt zivilen Toten. In den letzten Tagen wurde in Rojava quasi die gesamte Infrastruktur zerstört. Die Auswirkungen für die Menschen sind katastrophal. Es sind die schlimmsten Angriffe seit langem. Aber: Die Welt schweigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fakt ist: die Türkei ist ein unrühmlicher Player mit wichtiger internationaler Rolle. Während niemand hinsieht, greift ein NATO-Verbündeter wiederholt vor allem Kurd:innen an und zerstört ihre Existenzgrundlage. Österreich soll klar Position beziehen und die internationale Staatengemeinschaft kann auch nicht länger so tun, als wäre die Türkei nicht aktiver Akteur, wenn es um das Entfachen von diesen Krisenherden geht. Ich sehe auch den Türkei-Besuch des Kanzlers kritisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Einladung von Nesrin Abdullah von der kurdischen Frauen-Miliz YPJ, habe ich auf die jüngsten Angriffe in Nordsyrien durch die Türkei reagiert. Es ist furchtbar, was sie berichtet. So sind Verschleppungen an der Tagesordnung, wichtige Infrastruktur, die den Alltag der Bevölkerung garantiert, wird hemmungslos zerstört, Krankhäuser und Ölraffinerien weiterhin beschossen. Anita Starosta von der Hilfsorganisation „medico international“ wertet die Angriffe auf die Infrastruktur als „eindeutig völkerrechtswidrig“. Neben des Wiederaufbaus der Infrastruktur gehört die aktuell größte Sorge dem Wiedererstarken des „Islamischen Staates“ (IS). Ich sage: Die Angriffe auf zivile Infrastruktur und Bevölkerung müssen als Kriegsverbrechen eingeordnet werden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Frieden Freiheit Sicherheit</title>
		<link>https://ewaernst.at/frieden-freiheit-sicherheit-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ewa Ernst-Dziedzic]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2023 11:59:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte & Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[Frieden-Freiheit-Sicherheit oder am Samstag, den 16. September 2023 jährt sich der Todestag von Jina Mahsa Amini zum ersten Mal. Der tragische Tod der jungen Frau in Polizeigewahrsam aufgrund der Missachtung von Kleiderordnungen hat die Woman Life Freedom-Bewegung im Iran und weltweit entfacht. Diese Iran-RevoIution hat auch sichtbar gemacht, wie brutal das iranische Regime mit seiner [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frieden-Freiheit-Sicherheit oder am Samstag, den 16. September 2023 jährt sich der Todestag von Jina Mahsa Amini zum ersten Mal. Der tragische Tod der jungen Frau in Polizeigewahrsam aufgrund der Missachtung von Kleiderordnungen hat die Woman Life Freedom-Bewegung im Iran und weltweit entfacht. Diese Iran-RevoIution hat auch sichtbar gemacht, wie brutal das iranische Regime mit seiner Bevölkerung umgeht und dass wir selbst den Umgang mit diesem überdenken müssen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im österreichischen Parlament fand deshalb auf meine
Initiative hin eine überfraktionelle Konferenz statt, die eine geballte Ladung
Kraft &amp; Mut freisetzte. Danke an unsere First Lady Doris Schmidauer für
ihre Zeit, danke an die ehem. „Geiselhäftlinge“ Kamran Ghaderi &amp; Massud
Mossaheb für ihren Überlebenswillen, Justizministerin Alma Zadic für ihre
starken Worte und Petra Ramsauer für die eindrückliche Moderation. Die neue
Geschäftsführerin von Amnesty International Shoura Hashemi beschrieb in ihrem
Input präzise die Vorgänge und Hintergründe der Iran-Revolution, danke dafür.
Danke auch an HÁWAR.help für die Kooperation mit uns und dass mit Düzen Tekkal
eine gewaltige Stimme für Menschenrechte am Podium Platz nahm. Danke auch an
Gilda Sahebi für ihren Einsatz, ihr Kommen und ihre klare Haltung. Danke an
Khani Mina, dass sie uns Einblick gewährte, wie es vielen Menschen im Iran
gerade geht, v.a. wenn sie einer Minderheit angehören, und Mohammad Fageali für
die kurdische Sichtweise auf die Revolution. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben im Parlament seit Beginn der aktuellen Iran-RevoIution
einige Anträge beschlossen und Debatten geführt, der Antrag auf Abschaffung der
Todesstrafe im Iran war einstimmig. Auch haben 183 Abgeordnete eine Patenschaft
für politische Gefangene übernommen, die für ihren Protest im Gefängnis landeten.
Von der iranischen Botschaft in Österreich erhielten wir hierzu bisher keine
Antwort. Nicht erst seit gestern setzen sich auf der ganzen Welt viele
Politiker:innen dafür ein, dass Menschenrechte universell gedacht und gelebt
werden. Danke für den tollen Austausch mit der Europaabgeordneten Hannah
Neumann &amp; der Vize-Parteichefin der Grünen in Deutschland Pegah Edalatian über
mögliche Instrumente dafür. Danke, dass ihr nach Wien gekommen seid, um eure
Perspektiven vorzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fakt ist: Weltweit haben sich Iraner:innen und mit ihnen
solidarische Menschen zusammengeschlossen, um Sprachrohr und Schallverstärker
der Iran-Revolution zu sein. Dass die Konferenz im österreichischen Parlament
stattfand, hat einen guten Grund: Als Staat, der sich neutral begreift, und mit
Wien als Sitz vieler internationaler Organisationen, ist Österreich
prädestiniert für den politischen Austausch. Oder sollte das zumindest vermehrt
sein. Gerade beim Thema Iran gibt es viel Diskussionsbedarf etwa über die Atomverhandlungen
in Wien, wirtschaftliche &amp; diplomatische Beziehungen aber auch Sanktionen,
Spionage oder Einschüchterung der iranischen Diaspora in Österreich. Es darf
uns nicht egal sein, wenn in Staaten mit denen wir Beziehungen pflegen, vor
allem Frauen, aber auch religiöse, ethnische oder sexuelle Minderheiten derart
brutal unterdrückt werden. Unser politischer Auftrag ist es, weiterhin mit den
mutigen Menschen, die für ihre Freiheit aufstehen und teils alles riskieren,
einen Raum zu schaffen. Am kommenden Samstag wird es in Österreich zahlreiche
Kundgebungen zum Thema 1 Jahr Iran-RevoIution geben &#8211; seid solidarisch und
schließt euch an. Zudem mit vermehrter Repression rund den Jahrestag zu rechnen
ist.</p>
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		<title>Usbekistan Calling</title>
		<link>https://ewaernst.at/usbekistan-calling/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ewa Ernst-Dziedzic]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jul 2023 11:03:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte & Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[Usbekistan Calling oder rund 20 Millionen Menschen waren zur Wahl des Präsidenten aufgerufen, aber es war eine Wahl ohne Auswahl. Als Vorsitzende der Parlamentarischen Freundschaftsgruppe Zentralasien bin ich als Wahlbeobachterin vor Ort gewesen. Kurz: Mit den vorgezogenen Präsidentschaftswahlen wurde die Macht von Shavkat Mirsijojew zementiert. Vorgezogen wurden die Wahlen deshalb, weil ein Verfassungsreferendum das notwendig [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Usbekistan Calling oder rund 20 Millionen Menschen waren zur
Wahl des Präsidenten aufgerufen, aber es war eine Wahl ohne Auswahl. Als
Vorsitzende der Parlamentarischen Freundschaftsgruppe Zentralasien bin ich als
Wahlbeobachterin vor Ort gewesen. Kurz: Mit den vorgezogenen
Präsidentschaftswahlen wurde die Macht von Shavkat Mirsijojew zementiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgezogen wurden die Wahlen deshalb, weil ein Verfassungsreferendum
das notwendig machte &#8211; mit umfänglichen Reformen des Grundgesetzes, u.a. eine
Verlängerung der Amtszeit des Präsidenten von fünf auf sieben Jahre. Mit Option
auf Wiederwahl könnte Mirsijojew so bis 2037 auf seinem Posten bleiben. Ganze
zwei Drittel der Verfassung wurden geändert wobei das Vorhaben durchaus mit
guten Vorsätzen gestartet war: Die soziale Absicherung sollte verbessert, die
Menschenrechte besser geschützt und die Todesstrafe abgeschafft werden. In
einem Bericht des Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR)
der OSZE, das ebenso eine Wahlbeobachterkommission nach Usbekistan entsendet
hatte, wurde auch Kritik an der politischen Situation im Land geäußert. Es gäbe
v.a. Bedenken hinsichtlich der Versammlungs-, Vereinigungs- und
Meinungsfreiheit, sowie über die mangelnde Unabhängigkeit der Justiz. Auch wurde
kritisiert, dass der Präsident in Zukunft keine parlamentarische Abstimmung
mehr braucht, um einflussreiche Beamt:innen seiner Wahl zu ernennen. Seine
Befürworter:innen betonen das Positive: Mirsijojew regiert seit 2016. Unter
seinem Vorgänger Islam Karimow war die ehemalige Sowjetrepublik eines der
repressivsten Länder der Region und was sicherlich stimmt, ist, dass der
aktuelle Präsident die Wirtschaft des Landes gegenüber dem Ausland geöffnet und
die diplomatischen Beziehungen zu den USA und Europa verbessert hat und echtes
Interesse hat, diese Beziehungen mit dem Westen weiter auszubauen. Das ist
aufgrund der außenpolitisch global angespannten Situation nicht zu
unterschätzen: Wir dürfen Zentralasien in dieser Hinsicht nicht Russland und
China überlassen oder Usbekistans Nachbarland Afghanistan vergessen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles in allem: Eine liberale Demokratie ist Usbekistan auch
nach 32 Jahren Unabhängigkeit nicht, auch wenn viele der Entwicklungen sehr
begrüßenswert sind. So wurde die Zwangsarbeit auf den Baumwollfeldern nahezu
abgeschafft, das Land für Tourismus und Investitionen geöffnet und eine eingeschränkte
Medienfreiheit zugelassen. Doch mit dem Recht auf Meinungsfreiheit und
politischen Pluralismus ist es in Usbekistan noch immer schlecht bestellt. Umso
wichtiger war die Delegation der internationalen „observer“ hierher: alleine
durch den intensiven Austausch mit Abgeordneten, Sicherheitsbehörden und
Bevölkerung ist es besser möglich, über die notwendige Intensivierung der
Bemühungen hinsichtlich demokratischer Transformation zu reden und für die
nächste Periode Vergleichswerte zu haben. Ich konnte neben zahlreichen Wahllokalen
auch das Parlament und den Senat besuchen, den Vorsitzenden der
usbekisch-österreichischen Freundschaftsgruppe treffen, mich mit der Uni
Vize-Rektorin austauschen, mit meinem Kollegen Stögmüller das Center of
Development besuchen und viele spannende Gespräche über die Zukunft des Landes
führen. Die Offenheit der Menschen hier, das gute Essen, die schöne Kunst, die
wunderbare Architektur und traditionsreiche Kultur machten diesen Austausch
zusätzlich reichhaltiger. Ich freue mich, in nächster Zeit eine usbekische
Delegation in Österreich zu empfangen. Die Zukunft der Welt gestalten wir nur
gemeinsam.</p>
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