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	<title>Sonstiges | Ewa Ernst-Dziedzic</title>
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	<description>Politologin und Philosophin</description>
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	<title>Sonstiges | Ewa Ernst-Dziedzic</title>
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		<title>ISRAEL: DAS TRAUMA EINES LANDES</title>
		<link>https://ewaernst.at/israel-wir-waren-nicht-vorbereitet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Schöflinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Nov 2023 09:39:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Freilassung]]></category>
		<category><![CDATA[Geiseln]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Terroranschlag]]></category>
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					<description><![CDATA[… oder intensive Tage bei meinem Besuch 50 Tage nach dem Terror der Hamas. Nachdem ich das Barzilai Medical Center in Ashkelon besucht und Direktor Dr. Ron Lobel getroffen habe &#8211; selbst ein Überlebender des Moshav Netiv Haasraà Massakers &#8211; ging es weiter nach Sderot. Dort trafen wir den Sicherheitschef Ronen Gubbay, der am 7/10 [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">… oder intensive Tage bei meinem Besuch 50 Tage nach dem Terror der Hamas. Nachdem ich das Barzilai Medical Center in Ashkelon besucht und Direktor Dr. Ron Lobel getroffen habe &#8211; selbst ein Überlebender des Moshav Netiv Haasraà Massakers &#8211; ging es weiter nach Sderot. Dort trafen wir den Sicherheitschef Ronen Gubbay, der am 7/10 verletzt wurde, und den Direktor des International Resilience Center, Direktor Ayelet Shmuel. Das erschreckende an all den Erzählungen: die Lust am Verbrechen der Terroristen, die Umstände unter denen Verletzte behandelt wurden im Untergrund, weil auch das Spital Angriffen ausgesetzt war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Front besuchen wir jenen Kibbutz, der ausgelöscht wurde: Menschen versteckten sich in Schutzräumen und wurden lebend verbrannt, so auch die Friedensaktivistin Vivian Silver. In der Beduinen-Stadt Rahat sprachen wir mit Angehörigen und Überlebenden des Massakers. Es bestätigt sich einmal mehr: Die Hamas steht nicht für Freiheit, sie benutzt Zivilist:innen als Schutzschild für eigenen Terror. Hamas hat wahllos jeden getötet &#8211; ob Jude, Beduine oder Frau mit Hijab. Hamed Abu Arar, dessen Frau vor seinen Augen ermordet wurde, rannte mit Baby im Arm vor jenen weg, vor denen er schon vor 15 Jahren selbst aus Gaza geflüchtet ist. Yousef Ziadna, der viele Menschenleben beim Nova Festival rettete, erzählt von seinen drei Neffen, die unter den Geiseln sind. Auch Fouad Ziadna vom jüdisch-arabischen Freiwilligenzentrum von Rahat ist sich sicher: die einzigen die an keiner friedlichen Zweistaatenlösung interessiert sind, sind die Terroristen, die sonst ihre Existenzgrundlage verlieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieder in Tel Aviv treffe ich Dr. Einat Wilf, Autorin &amp; ehemalige Abgeordnete der Knesset. Ihr Frust ist groß, war sie doch selbst jahrelang in der Friedenspolitik aktiv und sieht gerade Dämme brechen. Solange „from the river to the see“ als Schlachtruf gilt und die arabischen Staaten wie die Mehrheit der Palästinenser Israel einen eigenen Staat nicht zugestehen, wird es Krieg geben. Wir waren nicht vorbereitet und unser Sicherheitsring hat versagt, sagt uns der Minister, der selbst seit Jahrzehnten für die Security Forces arbeitet beim Besuch in Israel. Der Terror hat das Land „im Herzen getroffen“, es wird nichts wieder sein, wie davor &#8211; das sagen uns alle, denn: das Vertrauen ist weg, jede Hoffnung auf Frieden begraben, der Schock sitzt tief, so die bittere Bilanz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir waren nicht vorbereitet“</p>



<p class="wp-block-paragraph"> … und unser Sicherheitsring hat versagt, sagt uns der Minister, der selbst seit Jahrzehnten für die Security Forces arbeitet beim Besuch in Israel. Der Terror hat das Land „im Herzen getroffen“, es wird nichts wieder sein, wie davor &#8211; das sagen uns alle, denn: das Vertrauen ist weg, jede Hoffnung auf Frieden begraben, der Schock sitzt tief, so die bittere Bilanz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analysen von Richard Kemp sind erschreckend und weitsichtig zugleich &#8211; er war unter anderem Kommandant in Afghanistan und am Balkan. Er ortet die große Gefahr für die Existenz Israels von Seiten des Iran, die gleich fünf Proxys einsetzt, um das Land zu zermürben. In Ramla sehen wir, was gemeint ist: In der Shura Militärbasis, die zur Registrierung für verbrannte und verstümmelte Opfer des Hamas-Massakers dient, riecht es nach Tod. Wie auf all das reagieren, im Einklang mit dem Völkerrecht und ohne weitere Zivilist:innen in Gaza zu treffen? Das diskutieren wir intensiv mit Daniel Reisner, ehemaligen Chef des Internationalen Rechtsdepartments und Beteiligter an zahlreichen Friedensprozessen. „Der Terrorist tritt ohne Uniform auf und geht als Zivilist durch, nachdem er getötet hat“, dieser Satz hat es in sich. An die 30.000 Kämpfer sind in Gaza versteckt. Wenn deren Tunnels und Strukturen nicht zerschlagen werden, ist der nächste Angriff nur eine Frage der Zeit. Darüber sind sich alle einig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Leid der Angehörigen der Geiseln
ist unbeschreiblich: In einem Zentrum in Tel Aviv wird rund um die Uhr mit
hunderten Freiwilligen nach Lösungen gesucht: „Ohne unseren Druck hätte es
weder Verhandlungen um Freilassung, noch eine Feuerpause gegeben“, erzählen
sie. Zum Abschluss treffe ich den Oppositions-Politiker Ram Ben-Barak von der
Yesh Atid Party. „Wir Linke waren naiv, dass es gut geht. Die Rechten haben
selbst eskaliert und kein Interesse an einer friedlichen Zweistaatenlösung
gehabt“, sagt er ohne Umschweife. Naiv war auch ich, zu denken, dass wir den Antisemitismus
durch Aufklärung allein beseitigen können. Seit ich hier bin, werde ich verbal
als „Juden-Freundin“ angegriffen, die „selbst mal dran kommt“. Ich muss an das
Foto in unserer Wiener Wohnung denken, auf dem mein Großvater in der Nähe von Krakau
mit seinem besten Freund rauchend lacht &#8211; das war kurz vor Kriegsbeginn 1939
und bevor letzterer als Jude im KZ ermordet wird. Mein Opa überlebte, weil er
für die Nazis ein ähnliches KZ bauen musste, meine Oma weil sie zur &nbsp;Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt
wurde. Fünf Jahre musste sie das ertragen. Das „Nie wieder“, das wir dieser
Generation schuldig sind, blieb wohl ein unerfülltes Versprechen. Das ist
bitter und ein Auftrag zugleich. #Bringthemallhome</p>
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		<title>Urlaub</title>
		<link>https://ewaernst.at/urlaub/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ewa Ernst-Dziedzic]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jul 2023 11:08:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich verabschiede mich in den Urlaub und &#8211; wie jedes Jahr um diese Jahreszeit &#8211; in meine Social Media freie Zeit. Diese Auszeit von Informations(über)fluss und ständiger Erreichbarkeit mag ich seit Jahren nicht mehr missen kann’s nur weiter empfehlen. Vorher ein kurzer Rückblick: Die Tagungsperiode 2022/23 des Nationalrats war ziemlich ereignisreich. Vor allem kehrten wir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich verabschiede mich in den Urlaub und
&#8211; wie jedes Jahr um diese Jahreszeit &#8211; in meine Social Media freie Zeit. Diese
Auszeit von Informations(über)fluss und ständiger Erreichbarkeit mag ich seit
Jahren nicht mehr missen kann’s nur weiter empfehlen. Vorher ein kurzer
Rückblick: </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tagungsperiode 2022/23 des
Nationalrats war ziemlich ereignisreich. Vor allem kehrten wir in das
historische Gebäude am Ring zurück. Die Offenheit und Gastfreundschaft, die das
Hohe Haus ausstrahlt, begeistert tausende Besucher:innen. Insgeheim hoffe ich
ja, dass die Öffnung des Hauses auch dem demokratischen Backlash, der durch die
Welt zieht und auch vor Österreich nicht Halt macht, entgegenwirken kann. Wir
Abgeordnete hatten in den Räumlichkeiten des Parlaments insgesamt 188
Ausschusssitzungen sowie 57 Nationalratssitzungen, in denen 174 Gesetze
beschlossen und 21 Volksbegehren behandelt wurden. Seit meinem letzten
Sommerurlaub 2022 machte ich 89 Aussendungen zu meinen Themenbereichen
Außenpolitik, Menschenrechte, Migration und LGBTIQ. Vieles davon fand seinen
Niederschlag in heimischen und internationalen Medien, wo eine Position bzw.
Forderung von mir in Online-Ausgaben mehr als 760 Mal und in Printausgaben bzw.
ORF-Radiobeiträgen mehr als 170 Mal mit entsprechenden Statements erwähnt
wurde. Dazu kommen zum Alltag einer Politikerin unzählige Interviews, Podcasts
u.dgl. auch in audiovisuellen Medien hinzu. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zuge meiner Tätigkeit als
außenpolitische Sprecherin besuchte ich auch zahlreiche Länder, wie kürzlich
Usbekistan, davor Moldau, mehrmals die Ukraine, Bosnien-Herzegowina, Südkorea,
USA, Ruanda, Vereinigte Arabische Emirate, Polen, Dänemark, Türkei, Kurdistan,
Irak, Rojava oder Bahrein. Ich war auf Konferenzen als Gastrednerin eingeladen,
als Delegierte in internationale Gremien, als Wahlbeobachterin im Einsatz oder
auf Fact-Finding-Missions, um besser einschätzen zu können, wo wir mit unserer
hiesigen Politik im internationalen Kontext ansetzen müssen. Nachdem meine
Arbeitswoche in der Regel 7 Tage hat, oft 16 Stunden Konzentration erfordert
und mich an viele Orte bringt, freue ich mich nun sehr auf sehr viel Ruhe und
wünsche Euch allen viele schöne Tage! </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Südkorea Calling</title>
		<link>https://ewaernst.at/sudkorea-calling/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ewa Ernst-Dziedzic]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jul 2023 13:08:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[Südkorea Calling oder gemeinsame Strategien beraten für climatejustice &#38; humanrights auf der Welt &#8211; das war meine Aktivität die letzten Tage auf der GlobalGreens-Konferenz in Seoul. Vor allem die Perspektiven der asiatischen Staaten und der Kolleg:innen aus dem Globalen Süden waren hier stark vertreten, sind diese doch besonders stark von Klimawandel und Umweltverschmutzung betroffen. Natürlich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Südkorea Calling oder gemeinsame Strategien beraten für
climatejustice &amp; humanrights auf der Welt &#8211; das war meine Aktivität die letzten
Tage auf der GlobalGreens-Konferenz in Seoul. Vor allem die Perspektiven der
asiatischen Staaten und der Kolleg:innen aus dem Globalen Süden waren hier stark
vertreten, sind diese doch besonders stark von Klimawandel und
Umweltverschmutzung betroffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich nutzte ich die Zeit, um Kultur, Geschichte und
Menschen des Landes besser kennen zu lernen und mich mit unserem
österreichischen Botschafter Dr. Angelholzer über die bilateralen Beziehungen
zu Österreich auszutauschen. So exportieren wir z.B. 100 Millionen Tonnen
Schweinefleisch jährlich in das Land. Auch die hier weit fortgeschrittene
Digitalisierung spielt für Europa eine große Rolle. Ich besuchte auch das
Grenzgebiet: Der Korea-Krieg 1950-1953 sitzt der Bevölkerung tief in den Knochen.
Frühere Verschleppungen von Familienmitgliedern, andauernde Repressalien und
die tägliche Angst vor einem nuklearen Angriff aus Nordkorea sind
allgegenwärtig, die Annäherung der beiden Länder, die mal eines waren, liegt
auf Eis. Die Geopolitik ist somit enorm spürbar: Russland &amp; China buhlen um
Einfluss, dem man sich mit Blick nach Nordkorea mit dem Bündnispartner USA zu
entziehen sucht. Auch der aktuelle Krieg in der Ukraine hat die Gräben zu den
Nachbarn noch vertieft. So gesehen war es politisch eine der interessantesten
Reisen für mich &#8211; mit all den Eindrücken geht‘s jetzt direkt ins Wiener
Parlament zum Plenum.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Aufgeben tut man einen Brief</title>
		<link>https://ewaernst.at/aufgeben-tut-man-einen-brief/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ewa Ernst-Dziedzic]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2023 09:43:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[Aufgeben tut man einen Brief und in dem Fall blieben meine Briefe an die iranische Botschaft in Österreich bisher unbeantwortet. Ich lasse jedoch nicht locker: Die IRGC ist eine terroristische Organisation. Setzen wir sie auf die Terrorliste der EU. Stoppen wir gemeinsam das brutale Töten von Unschuldigen im Iran. Ich übernehme bereits die dritte Politische [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Aufgeben tut man
einen Brief und in dem Fall blieben meine Briefe an die iranische Botschaft in
Österreich bisher unbeantwortet. Ich lasse jedoch nicht locker: Die IRGC ist eine terroristische Organisation. Setzen wir sie auf
die Terrorliste der EU. Stoppen wir gemeinsam das brutale
Töten von Unschuldigen im Iran.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich übernehme
bereits die dritte Politische Patenschaft &#8211; auch dieses
Mal für Lgbtiq Aktivist:innen, sind diese im Iran besonders
bedroht. Der nicht-binäre Influencer Benyamin Ghaffari
wurde bereits zum zweiten Mal inhaftiert. Aus Angst vor Folter und Tötung im
Gefängnis nahm er im Vorfeld seiner Verhaftung ein Video auf in dem er betont,
weder krank noch selbstmordgefährdet zu sein. Denn: Öfter werden Inhaftierte im
Iran in der Haft so stark misshandelt, dass sie ihren Verletzungen erliegen.
Das Regime behauptet dann, sie hätten sich selbst das Leben genommen oder
hätten Vorerkrankungen gehabt, die zum Tod geführt hätten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Politische
Patenschaften zeigen Wirkung, auch wenn seit Jahresbeginn bereits 26 Menschen
hingerichtet wurden. Die Todesurteile für die iranischen LGBTIQ Aktivistinnen &#8211;
für die ich im Dezember die Patenschaft übernommen hatte &#8211; Zahra Sedighi
Hamadani und Elham Chobdar, wurden vorerst aufgehoben und die beiden Frauen
warten nun auf die Neuverhandlung ihrer Fälle. Die beiden Aktivistinnen sind
nach wie vor unter folterähnlichen Bedingungen inhaftiert. Für mich ist klar:
Wegsehen ist keine Option. Die Europäische Union und die Internationale Staatengemeinschaft
müssen handeln und eine klare Haltung gegenüber Iran einnehmen. Das Töten muss
aufhören. Die politischen Gefangenen müssen freigelassen werden. Dafür kämpfen
wir weiter. </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Armenien im Parlament</title>
		<link>https://ewaernst.at/armenien-im-parlament/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ewa Ernst-Dziedzic]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2022 17:43:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[Armenien im Parlament oder heute haben wir den armenischen Botschafter in Österreich, Armen Papikyan, zu einem Gespräch empfangen. Heute ist der armenische Unabhängigkeitstag, eigentlich ein Grund zum Feiern. Der Botschafter ist jedoch, so wie die gesamte Bevölkerung in Armenien, besorgt: Der Waffenstillstand zwischen Aserbaidschan und Armenien ist weiterhin äußerst fragil. Der Konflikt rund um Bergkarabach [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Armenien im Parlament oder heute
haben wir den armenischen Botschafter in Österreich, Armen Papikyan, zu einem
Gespräch empfangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist der armenische
Unabhängigkeitstag, eigentlich ein Grund zum Feiern. Der Botschafter ist jedoch,
so wie die gesamte Bevölkerung in Armenien, besorgt: Der Waffenstillstand
zwischen Aserbaidschan und Armenien ist weiterhin äußerst fragil. Der Konflikt
rund um Bergkarabach ist wieder aufgeflammt und Aserbaidschan breitet im
Windschatten des Ukrainekrieges seinen Angriff auf das Land aus &#8211; mit
Rückendeckung durch die Türkei </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist klar: So wie wir Putins
imperialen Feldzug verurteilen, so dürfen wir nicht wegsehen, wenn das einzige
demokratische Land in der Region angegriffen wird. Die Konsequenz und klare
Sprache, die wir bei Russland an den Tag legen, müssen sich in unserer Haltung
gegenüber den Angreifern auch hier zeigen. Wirtschaftliche Kooperationen
zwischen Aserbaidschan und der Europäischen Union dürfen nur dann vertieft
werden, wenn es ein klares Bekenntnis zu nachhaltigem Frieden gibt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Erschreckende Nachrichten aus dem Iran</title>
		<link>https://ewaernst.at/erschreckende-nachrichten-aus-dem-iran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ewa Ernst-Dziedzic]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2022 14:01:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[LGBTIQ]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[Erschreckende Nachrichten aus dem Iran oder wenn das Todesurteil für 2 Aktivistinnen für den Einsatz für LGBTIQ Rechte aufrecht bleibt, muss das bilaterale Konsequenzen und internationale Verurteilung zur Folge haben. Im Iran wurden zwei lesbische Aktivistinnen in Urmia zum Tode verurteilt: Zahra Sedighi Hamedani, 31 sowie Ilham Choodbar, 24 wird vorgeworfen „Korruption auf Erden zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Erschreckende
Nachrichten aus dem Iran oder wenn das Todesurteil für 2 Aktivistinnen für den
Einsatz für LGBTIQ Rechte aufrecht bleibt, muss das bilaterale Konsequenzen und
internationale Verurteilung zur Folge haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Iran wurden zwei lesbische Aktivistinnen in Urmia zum Tode
verurteilt: Zahra Sedighi Hamedani, 31 sowie Ilham Choodbar, 24 wird
vorgeworfen „Korruption auf Erden zu verbreiten“ durch „Förderung von
Homosexualität“, „Förderung des Christentums“ sowie aufgrund der „Kommunikation
mit Medien, die sich gegen die iranische Republik stellen“. Beweise legt die
iranische Justiz dafür in gewohnter Manier nicht vor. Es ist leider gängige
Praxis derselben, durch konstruierte Vorwürfe Frauen- und
Menschenrechtsaktivist:innen mundtot zu machen und in berüchtigten
Foltergefängnissen festzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hamedani wurde im Oktober
2021 bei ihrem Versuch, die iranisch-türkische Grenze zu überqueren, um in der
Türkei Asyl zu beantragen, verhaftet. Für den Prozess wurde ihr das Recht auf
einen Anwalt verwehrt. Sie wurde in Einzelhaft isoliert und „weißer Folter“
unterzogen. Als weiße Folter bezeichnet man eine Foltermethode, die keine
physischen Spuren hinterlässt. Fakt ist: Dieses Urteil stellt einen Dammbruch
in der iranischen Rechtsprechung dar. Es wäre das erste Mal, dass lesbische
Frauen zum Tode verurteilt werden. Wir müssen mit allen Mitteln verhindern,
dass dieses Urteil vollstreckt wird. Sollte die Todesstrafe vollzogen werden,
muss das für unsere Beziehungen zum iranischen Regime Konsequenzen haben.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Never foret Srebrenica</title>
		<link>https://ewaernst.at/never-foret-srebrenica/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ewa Ernst-Dziedzic]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2022 08:27:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[Never foret Srebrenica oder heute wurden die identifizierten Überreste von weiteren 49 Todesopfern bestattet. Auf dem Gedenkfriedhof in Potočari sind bisher 6671 Opfer des Genozids beerdigt: 8700 Männer und Buben waren hier 1995 ermordet worden. Von 1.000 Menschen fehlt bis jetzt jede Spur. Der Völkermord von Srebrenica jährt sich heuer zum 27. Mal. Wir fühlen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Never foret
Srebrenica oder heute wurden die identifizierten Überreste von weiteren 49
Todesopfern bestattet. Auf dem Gedenkfriedhof in Potočari sind bisher
6671 Opfer des Genozids beerdigt: 8700 Männer und Buben waren hier 1995
ermordet worden. Von 1.000 Menschen fehlt bis jetzt jede Spur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Völkermord von Srebrenica jährt sich heuer zum 27. Mal. Wir fühlen mit den Angehörigen der tausenden Opfer &#8211; besonders mit jenen, die noch immer keine Gewissheit über das Schicksal vermisster Angehöriger haben. Auch ein Vierteljahrhundert nach dem Krieg kann niemand die Wunden von Srebrenica heilen, aber wir müssen erinnern, gedenken und mahnen, damit so etwas nie wieder ohne Aufschrei auf europäischem Boden passiert. Deshalb habe ich mich mit vielen Verbündeten für einen erstmaligen Antrag zu diesem Völkermord im Österreichischen Parlament stark gemacht. Deshalb bin ich heute selbst hier. Gemeinsam mit Bedrana Ribo, Niki Kunrath, unserer Botschafterin in Bosnien Ulrike Hartmann und Kati Schneeberger nahmen wir an der bewegenden Gedenkfeier teil. Am Rande bedankte sich die Vorsitzende der Organisation „Mütter für Srebrenica“ Munira Subašić mit Tränen in den Augen für den Antrag in Österreich und unsere Solidarität. Ich hoffe das nächste Mal sind wir mehr &#8211; hier ein paar Eindrücke in Bildern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/A/A_02637/index.shtml">Entschließungsantrag Gedenken an den Völkermord in Srebrenica</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Angriffe auf die Meinungsfreiheit</title>
		<link>https://ewaernst.at/angriffe-auf-die-meinungsfreiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ewa Ernst-Dziedzic]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Nov 2021 12:02:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[Aktuell lassen sich in Europa besorgniserregende Rückschritte hinsichtlich Grundrechte und demokratischer Werte beobachten. Im Zentrum der Angriffe stehen die Rechte von Frauen*, Lesben, Schwulen, Bisexuellen, transidenten und intergeschlechtlichen Menschen. Besonders dramatisch ist die Situation in Polen, wie mir auch während der Gespräche mit LGBTIQ-Organisationen bestätigt wurde. Nachdem auf Druck der Europäischen Union die sogenannten LGBTIQ-freien [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Aktuell lassen sich in Europa besorgniserregende Rückschritte hinsichtlich Grundrechte und demokratischer Werte beobachten. Im Zentrum der Angriffe stehen die Rechte von Frauen*, Lesben, Schwulen, Bisexuellen, transidenten und intergeschlechtlichen Menschen. Besonders dramatisch ist die Situation in Polen, wie mir auch während der Gespräche mit LGBTIQ-Organisationen bestätigt wurde. Nachdem auf Druck der Europäischen Union die sogenannten LGBTIQ-freien Zonen zum Glück aufgelassen wurden, kommt der nächste Rückschlag:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sejm, die
erste Kammer des polnischen Parlaments, hat am 28. Oktober einen queerfeindlichen
Gesetzentwurf der ultrakatholischen Stiftung „Leben und Familie“ in erster
Lesung angenommen und zur weiteren Beratung in die Ausschüsse geschickt. Der
Gesetzesentwurf zielt darauf ab, Demonstrationen und Regenbogenparaden (sic!)
zu verbieten, die Versammlungs- und Redefreiheit einzuschränken und die
LGBTIQ-Bewegung zu kriminalisieren. In der parlamentarischen Debatte wurden
Menschenrechtsaktivist*innen als „LGBT Lobby“ denunziert und mit der
Terrorherrschaft der NSDAP verglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sagen im
Österreichischen Parlament: STOPP. Wir stellen uns hinter die polnische
Community und ihre Grundrechte. Wir lassen nicht zu, dass in Europa Repression
und Diskriminierung selbstverständlich werden. Mit Nico Marchetti brachte ich
deshalb einen entsprechenden <a href="https://www.parlament.gv.at/.../AEA/AEA_00031/index.shtml">Antrag</a>
ein. Für mich ist klar: Keinen Millimeter dieser menschenfeindlichen Politik!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Grenzen, Grenzen überall</title>
		<link>https://ewaernst.at/grenzen-grenzen-uberall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ewa Ernst-Dziedzic]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2021 10:05:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Polnische Armee hat mit dem Bau eines Grenzzauns an der Grenze zu Belarus begonnen &#8211; ein Treppenwitz der Geschichte. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Flüchtende nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde &#8211; als Reaktion auf verschärfte Sanktionen gegen die ehemalige Sowjetrepublik. Seitdem sieht sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Polnische Armee hat mit dem Bau eines
Grenzzauns an der Grenze zu Belarus begonnen &#8211; ein Treppenwitz der Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko
hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Flüchtende nicht mehr an der Weiterreise
in die EU hindern werde &#8211; als Reaktion auf verschärfte Sanktionen gegen die
ehemalige Sowjetrepublik. Seitdem sieht sich vor allem Litauen mit einer
Zunahme an Schutzsuchenden v.a. aus dem Nahen Osten konfrontiert. Zuletzt nahm
auch der „Druck“ auf Polen zu &#8211; im Grenzgebiet spielen sich teils „verrückte“ Szenen
ab. Eines vorweg: Menschen dürfen nicht zum Zweck geopolitischer Erpressung
missbraucht und Belarus muss hier klar die rote Karte gezeigt werden. Aber
dass die europäische Antwort darauf sich nach den all historischen Erfahrungen
im Bau neuer Zäune erschöpft, stimmt nachdenklich.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Nahe des polnischen Dorfs Usnarz Górny sitzen seit mehr als einer Woche
24 Geflüchtete aus Afghanistan und dem Irak, darunter auch Frauen und Kinder,
im Niemandsland an der Grenze zu Belarus fest. Statt für diese kleine Gruppe
(medizinische) Versorgung und Rechtsberatung sicherzustellen, verwehrt Warschau
den zwei Dutzend Schutzsuchenden die Einreise und kündigt die Errichtung eines
2,5m hohen Grenzzaunes an. Das polnische Rote Kreuz gab gestern bekannt, man
versuche schon seit einer Woche (sic!), Zugang zu den Personen zu bekommen, um
sie mit Essen, Trinken und Schlafsäcken zu versorgen.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat nun die polnische
Regierung aufgefordert, den Betroffenen entsprechend der völker-und
unionsrechtlichen Verpflichtungen rasch einen Zugang zum Asylverfahren inklusive adäquater Versorgung zu
ermöglichen. Ebenso forderte Polens Bischofskonferenz die Regierung zur
Aufnahme der Menschen auf. Polen ist so wie alle anderen EU-Mitgliedstaaten an
die unionsrechtlichen Standards gebunden: Es darf zu keinen Pushbacks kommen.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Gemäß internationalem und europäischem Flüchtlingsrecht, u.a. Genfer
Flüchtlingskonvention, die auch Polen ratifiziert hat, darf das Land
Flüchtlinge nicht bestrafen, auch nicht für einen irregulären Grenzübertritt
und schon gar nicht für die perfiden Machtspiele des belarussischen Machthabers
Lukaschenko, der wie Erdogan oder die marokkanische Regierung erst kürzlich in
Ceuta auf inhumane Art, vulnerable Personen für politische Erpressungsversuche
missbraucht.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Höhere Zäune und neue Mauern sind kein effektives Mittel, um den
Erpressungsversuchen des „letzten Diktators Europas“ Einhalt zu gebieten,
sondern ein Zeichen, dass nachhaltige politische Strategien im Umgang mit
autoritären Regierungen (siehe wirtschaftliche Verflechtungen europäischer
Staaten mit Belarus) und in der Migrationsfrage in Europa fehlen. Lukaschenko
nützt diese außen- und migrationspolitische Achillesferse, wir sollten sein
menschenverachtendes Spiel nicht mitspielen.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Wenn es wo Handlungsbedarf gibt, dann hier: Es braucht (endlich) eine
geeinte, menschenrechtsbasierte EU-Außenpolitik und eine gesamteuropäische
nachhaltige, krisenfeste Migrations-und Asylpolitik. Das Versagen der Union
diesbezüglich rasch einen gemeinsamen und ganzheitlichen Weg zu finden, hat
auch seine Nutznießer: Eine wachsende „Mauerbauindustrie“, die massiv von dem
auf Abschottung verengten Blick in der Migrationsfrage profitiert.
Diese „Industrie“ &#8211; darunter zahlreiche prominente Rüstungsfirmen &#8211; verdienen
Milliarden vor allem mit der Bereitstellung von Radarsystemen,
Überwachungskameras, Drohnen etc. für ein „Grenzmanagement“, das sich die EU
immer mehr Geld kosten lässt. Die Industrie selbst wiederum beschäftigt
Heerscharen an Lobbyisten, die dafür Sorge tragen sollen, dass die
Entscheidungsträger*innen in Europa den für die Grenzsicherheitsindustrie so
lukrativen Weg nicht verlassen.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Alles in allem: Es wird Mut und viel politischen
Willen brauchen, um aus dieser Negativspirale auszubrechen und auf einen Weg zu
kommen, der ein Weg des Humanismus ist, vereinbar mit jenen
Werten, auf denen unsere europäische Gesellschaft aufgebaut ist und die EU zu dem gemacht hat, was sie ist. Gerichtet in die
Zukunft, nicht zurück in die Vergangenheit.</p>
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		<title>Migration &#038; Gewalt</title>
		<link>https://ewaernst.at/migration-gewalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ewa Ernst-Dziedzic]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2021 15:01:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[Honduras zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas und zu den gewalttätigsten, weil es im Drogenkorridor zwischen Kolumbien und den USA liegt. Migration ist oft der einzige Ausweg vor Armut und Gewalt. Jährlich versuchen viele ihr „Glück“ auf der Flucht in die USA und kommen meist traumatisiert zurück. Aktuell haben sich in Honduras mehrere Tausend Menschen [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Honduras zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas und zu den gewalttätigsten, weil es im Drogenkorridor zwischen Kolumbien und den USA liegt. Migration ist oft der einzige Ausweg vor Armut und Gewalt. Jährlich versuchen viele ihr „Glück“ auf der Flucht in die USA und kommen meist traumatisiert zurück. Aktuell haben sich in Honduras mehrere Tausend Menschen zu einer Karawane zusammengeschlossen: Aufgrund der Folgen zweier verheerender Hurrikans im November wollen sie in den USA Zuflucht finden. In den vergangenen Jahren wurden solche Karawanen meist von Sicherheitskräften noch vor den Grenzen der US-Nachbarländer zurückgehalten. Donald Trump erklärte Guatemala, Honduras und El Salvador zu sicheren Drittstaaten &#8211; Asylanträge müssen demnach in diesen gestellt werden. Joe Biden hat eine „völlige Abkehr“ von Trumps Migrationspolitik angekündigt. Die künftige US-Regierung will u.a. an den Ursachen der Migration arbeiten. Hoffentlich auch an menschenwürdiger Behandlung von Flüchtenden. So sieht es nämlich aus, wenn das guatemaltekische Militär diese brutal vom Grenzübertritt zurückhält &#8211; wie es gerade passiert.</p>
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